Allison Worldwide https://www.allisonworldwide.com/de/ We do things differently. Tue, 02 Sep 2025 15:16:50 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.3.1 https://www.allisonworldwide.com/wp-content/uploads/2023/09/32x32_fav.png Allison Worldwide https://www.allisonworldwide.com/de/ 32 32 Stellung beziehen: Wie Unternehmenswerte die Markenkommunikation prägen https://www.allisonworldwide.com/de/stellung-beziehen-wie-unternehmenswerte-die-markenkommunikation-praegen/ Tue, 26 Aug 2025 15:05:21 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7585

Heike Schubert, Managing Director Europe bei Allison Worldwide, plädiert für einen Imperativ der Unternehmenswerte in kommunikativ herausfordernden Zeiten.  

„Das sagt man nicht“ war gestern. In einer Zeit, in der vor allem in der politischen Diskussion alle Grenzen des Gesagten überschritten werden und rote Linien reihenweise der Provokation zum Opfer fallen, sehen sich Unternehmen immer stärker unter Druck, Stellung zu beziehen.

Wie Werte auf das Vertrauen der Kund:innen einzahlen

Was hier auf dem Spiel steht, ist ein sehr kostbares Gut: Vertrauen. Organisationen haben sich dieses Vertrauen von Kund:innen und Mitarbeiter:innen in der Regel mühsam über Jahre hinweg erarbeitet. Nicht nur bieten sie Produkte und Lösungen an, die auf den Vertrauensaufbau einzahlen, sie stehen darüber hinaus für etwas, das auf Ihre Produkte und Services ausstrahlt und was Menschen im besten Falle zu Fans macht.

Dieses „etwas“ basiert dabei auf einem Wertefundament, dem sich Unternehmen verschrieben haben. Die oft in den Tiefen der Websites vergrabene Basis des Unternehmens-Miteinanders, die Unternehmenswerte, sollte aktuell schnellstens ausgegraben werden. Sind diese Werte-Formulierungen doch genau in Zeiten wie diesen der klare Wegweiser, wie sich Unternehmen einzuordnen haben. Würden sie ignoriert, wären sie in der Tat das Papier nicht wert, auf dem sie vermutlich ursprünglich einmal geschrieben wurden.

Wegweiser in turbulenten Zeiten

Der Online-Händler Otto ist nur ein Beispiel, wie klar die Richtung ist, die Unternehmenswerte vorgeben. Dazu gehören sowohl Mut und Rückgrat als auch das Bewusstsein, dass dem einen oder der anderen das Gesagte nicht gefallen wird. Hier hilft die Abwägung weiter: Riskiert man eher den Vertrauensverlust, der beim Bruch bestehender Werte zu befürchten ist, oder nimmt man die Abkehr von spezifischen Kundengruppen in Kauf? Das ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung.

Und Vertrauen ist in Zeiten von Social Media schneller weg als man bis drei zu zählen in der Lage ist. In Windeseile hinterlässt ein digitaler Shitstorm einen tiefen Kratzer an der Marke.

Der Einfluss des Führungs-Teams

Wir erleben seit Monaten am lebenden Objekt den Vertrauensfall samt damit verbundenen Umsatzeinbußen einer einstmals dank ihrer innovativen Produkte beliebten Marke Tesla. Der US-amerikanische Autobauer verliert in nahezu atemberaubendem Tempo in europäischen Märkten das über Jahre gewonnene Vertrauen. Das Handelsblatt berichtet, dass Tesla erstmals seit Jahren nicht mehr unter den zehn meistverkauften Elektroautos vertreten ist. Das zeigen Verkaufszahlen des neuen Tesla-Model Y. Laut offizieller Statistik wurden gerade mal 637 Exemplare des Elektro-SUVs registriert. Zum Vergleich: Im Vorjahresmonat Juli 2024 hatte das US-Unternehmen noch dreimal so viele Exemplare in Deutschland verkauft. Der einstmalige Vorreiter der E-Mobilität erfährt damit wie schnell sich die Konsument:innen abwenden – nicht, weil das Produkt ein anderes ist, sondern weil die Unternehmensführung in einer Art und Weise kommuniziert und agiert, die Vertrauen zerstört.

Natürlich kann ein charismatischer Unternehmensvertreter oder ein gesamtes Führungs-Team auch positiv auf eine Marke einwirken. In der Unternehmenskommunikation wird daher auch eng mit Führungspersönlichkeiten zusammengearbeitet, um diese rund um zentrale gesellschaftlich relevante Themen zu positionieren. Diese Thoughtleader-Strategien basieren auf drei zentralen Elementen: den Unternehmenswerten, der Expertise und dem Mut, sich zu positionieren.

Unternehmenswerte sind Chefsache

In a Nutshell: Unternehmenskommunikation ist genau wie die Verteidigung und die Umsetzung von Unternehmenswerten im Alltag immer Chefsache und sollte bei allen Entscheidungen automatisch mitgedacht werden. Wie kommuniziert wird, ist dabei ebenso entscheidend wie die Inhalte, die vermittelt werden.

Leider sehen wir nicht viele CEOs in diesem Land wie den Otto-Chef Alexander Birken, die ihre Position für Kommunikation nutzen, die wertebasiert Stellung bezieht und im Gedächtnis bleibt. Mein Appell an Kolleginnen und Kollegen: Machen Sie Ihren Chef:innen Mut, die Unternehmenswerte als Leitplanken für klare Stellungnahmen zu begreifen.

Sie möchten Ihre Meinung zu diesem Thema mit uns teilen oder diskutieren? Schreiben Sie uns und kommen Sie mit uns ins Gespräch! [heike.schubert@allisonworldwide.com]


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Die Kunst des Feedbackgebens: Mehr als nur Kommunikation!  https://www.allisonworldwide.com/de/die-kunst-des-feedbackgebens-mehr-als-nur-kommunikation/ Wed, 16 Jul 2025 08:53:56 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7567

Haben Sie eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, dass Sie jedes Mal, wenn Sie jemandem Feedback geben, ein:e Art Künstler:in sind? Richtig gehört! Beim Feedback benutzen wir unsere Worte als ein Medium und „malen“ mithilfe von Worten ein Bild. Vor allem im beruflichen Kontext, wie im PR-Bereich, spielt Feedback eine tragende Rolle, um Teamkolleg:innen konstruktive Kritik näherzubringen. Subjektive Meinungsäußerung ist nicht automatisch negativ, sondern kann im besten Fall zu einer Verbesserung des Arbeitsklimas und der Zusammenarbeit führen. So gesehen kann Feedback Lob und Anerkennung unserer Arbeit sein.  

Mit Worten „malen“: Was ist (gutes) Feedback? 

Die Worte, die wir im Feedbackprozess wählen, sind entscheidend. Als Künstler:innen der Worte benötigen wir verschiedene Farben, um dem Gesagten seine Wichtigkeit zu verleihen und sowohl eine Harmonie als auch Kontraste zu schaffen. Sie können sich das wie folgt vorstellen: Die Farben, die Sie für das Gemälde benötigen, machen aus, wie gut und präzise das Bild letztendlich wird. Die Farben stehen beim Feedback geben für Aspekte wie: 

  • Der Ton des Gesprächs  
  • Die Wortwahl  
  • Der richtige Zeitpunkt  
  • Das Umfeld des Feedbackgesprächs  
  • Die Körpersprache und der Ausdruck 

Tipps und Tricks für (gutes) Feedback 

Ein prächtiges Kunstwerk kann nur entstehen, wenn wir lernen, wie wir mit den Werkzeugen umgehen. Kommunikation kann nur gelingen, wenn wir uns auf unser Gegenüber einlassen und Feedback konstruktiv und respektvoll vermitteln. Dabei sollten Sie beachten: 

  • Beschreiben: Gutes Feedback ist eher beschreibend als wertend. Ein wertendes Feedback hat oftmals negative Auswirkungen. Solch ein Gespräch kann daher die Persönlichkeit des Gegenübers oder sogar dessen Arbeitsleistung bewerten und dadurch verletzend sein. Daher sollten Sie darauf achten, dass Sie Feedback zum Verhalten und nicht zum Charakter eines Individuums geben. Im Gegensatz zum wertenden Feedback ist ein beschreibendes Feedback konstruktiv, aufbauend, sachlich und mit Ich-Botschaften verknüpft. „Ich-Botschaften“ haben das Ziel, dass der/die Feedbackgeber:in das wiedergibt, was er oder sie in der Kommunikation mit einem anderen „erlebt“.  
  • Klar und genau formuliert: Versuchen Sie Ihre Wahrnehmungen klar und nachvollziehbar anzusprechen.   
  • Sachlich richtig: Kommunizieren Sie Ihre Ansichten sachlich, sodass sie von anderen nachvollzogen werden können.  
  • Ohne (moralische) Verurteilung: Die Kunst im Feedback geben liegt darin niemanden zu verurteilen und persönlich anzugreifen. Bleiben Sie sachlich und fair.  
  • Konkret: Versuchen Sie konkrete Beispiele heranzuziehen.  
  • Auf Beobachtungen basierend: Feedback sollte auf Beobachtungen und weniger auf Vermutungen gestützt sein.  
  • Zeitliche Nähe: Feedback sollte zeitnah stattfinden, sodass man fair darüber kommuniziert und zeitnahe Lösungen gefunden werden können.  
  • Sein Gegenüber zu Wort kommen lassen: Vergessen Sie beim Feedback geben nicht, Ihrem Gegenüber die Chance zu geben, Ihnen seine/ihre Ansichten und Wahrnehmungen mitzuteilen.  

Feedback kommunizieren: Sender vs. Rezipient 

Feedback als Werkzeug der Kommunikation hat zweierlei Stränge: der oder die Sender:in und der Rezipient oder die Rezipientin. Beide Seiten tragen dazu bei, dass Kommunikation in Form von Feedback gelingt oder nicht. Der Rezipient oder die Rezipientin ist daher an dem „Malen mit Worten“ beteiligt. Wie können wir als Rezipient:innen Feedback in Zukunft (besser) annehmen? 

  • Zuhören und Annehmen: Versuchen Sie, sich nicht persönlich angegriffen zu fühlen und akzeptieren Sie erst einmal die Beobachtung und Wahrnehmung der oder des Anderen. 
  • Rückfragen: Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist. 
  • Zusammenfassen: Zum Schluss, ist es durchaus von Vorteil die wichtigsten Erkenntnisse aus einem Feedbackgespräch zusammenzufassen und dem Gegenüber zurückzuspielen, um Missverständnisse aus der Welt zu räumen.  

Feedback geben im interkulturellen Kontext  

In der PR-und Kommunikationsbranche interagieren wir mit den verschiedensten Kulturen. Die farbreiche Palette der globalen Arbeitswelt stellt uns vor die Herausforderung, harmonisch im Dialog mit Kund:innen aus aller Welt zu bleiben. Selbstredend hat Feedback in diesem Rahmen einen besonderen Stellenwert. Daher ist die Betrachtung des Feedback-Gebens aus dieser Sicht essenziell. Dass je nach Region und Land anders kommuniziert wird, ist keine Überraschung. Gerade in der Kommunikationsbranche haben wir die Verantwortung, uns das nicht nur kontinuierlich bewusst zu machen, sondern uns im internationalen Austausch proaktiv unseren Gesprächspartner:innen aus aller Welt anzupassen. Gleichzeitig ist es wichtig, sich auf diese Anpassung einzulassen und sie nicht von vornherein zu kritisieren. Denn wenn wir ehrlich sind, sind es gerade die Unterschiede der Kulturen, die kulturelle Begegnungen nicht nur besonders machen, sondern uns dazulernen lassen und unseren Horizont erweitern. Und so wie der Horizont aus vielen verschiedenen Farben besteht, gilt das auch für die Kommunikationsweisen anderer Kulturen, die diese einzigartig machen.  

Feedbackgespräche variieren je nach RegionChina vs. Deutschland 

Nehmen wir das Beispiel Deutschland und China. In Deutschland ist es kulturell angemessen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext seine Zustimmung oder Ablehnung direkt zu äußern. In China hingegen ist das anders. Daher fällt es manchen Geschäftsleuten schwer, Zustimmung und Ablehnung zu entschlüsseln. Ob ein:e chinesische:r Gesprächspartner:in einem Vorschlag zustimmt oder ihn ablehnt, ist manchmal nicht klar ersichtlich. Denn ein klares „Ja“ oder „Nein“ kommt in China in geschäftlichen Konversationen selten vor. 

Jetzt fragt man sich, warum diese Art der Kommunikation in der chinesischen Kultur bevorzugt wird.  Chines:innen möchten die Harmonie nicht gefährden und ihr Gesicht wahren. In Ostasien oder generell in China, hat Harmonie einen ganz besonderen und höheren Stellenwert als in Deutschland. In Deutschland wiederum herrscht eine kulturelle Gepflogenheit der Sachlichkeit in Gesprächen. Interessant zu beobachten ist, dass in Deutschland der Gesprächsgegenstand im geschäftlichen Kontext wichtiger ist als die Beziehung. In China ist das genau andersrum.  

In der chinesischen Kultur wird Ablehnung daher indirekt kommuniziert. Daher sind in diesem Zusammenhang Sätze wie: „Das ist schwierig für uns“, und „Wir müssen darüber nachdenken“ oder „Wir sind grundsätzlich damit einverstanden, aber..“ völlig normal. Wie hier deutlich wird, ist es von Relevanz, diese nuancierten Verhaltensweisen und Kommunikationsstile zu kennen, wenn Firmen Geschäftsbeziehungen nach China unterhalten.  

Egal in welchem Kontext wir jemandem Feedback geben müssen: Es ist wichtig, dass wir uns immer bewusst sind, dass Feedbackgespräche uns im besten Fall voranbringen. Im beruflichen Kontext sind Feedbackgespräche wie Pinselstriche, die uns helfen, nicht nur Kritik und andere Meinungen zuzulassen, sondern auch unsere Professionalität zu entfalten. Richtig vermittelt kann Feedback Flügel verleihen und als Pinselstriche unseres Berufslebens gesehen werden. Zum Beispiel hilft uns Feedback die Zusammenarbeit im Team zu verbessern, wie etwa durch wichtige Denkanstöße von Kolleg:innen. Diese Teamarbeit und der Zusammenhalt pusht nicht nur das Team, sondern auch uns selbst als Individuum und hat positiven Einfluss auf unsere Performance. Feedbackgespräche tragen deshalb in unserem beruflichen Leben zu einem immer raffinierteren Bild bei, da sie uns formen und in gewisser Weise auch in die richtige Richtung lenken.  

Es kann durchaus vorkommen, dass wir nicht immer positive Rückmeldungen von unseren Teamkolleg:innen bekommen, aber selbst diese Konturen und Schattierungen sind essenziell für das persönliche und berufliche Wachstum

Sie möchten Ihre Meinung zu diesem Thema mit uns teilen oder diskutieren? Schreiben Sie uns und kommen Sie mit uns ins Gespräch! [heike.schubert@allisonworldwide.com]

ABLA ADOBAH


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Ein Rückblick auf „Comms&Cocktails“: Kommunikation in Zeiten geopolitischer Herausforderungen https://www.allisonworldwide.com/de/ein-rueckblick-auf-commscocktails-kommunikation-in-zeiten-geopolitischer-herausforderungen/ Mon, 05 May 2025 15:16:03 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7563

Knapp einen Monat vor Weihnachten fand die dritte Ausgabe unserer Eventreihe „Comms & Cocktails“ statt. Dieses Mal stand die Veranstaltung unter dem spannenden Thema „Kommunikation in Zeiten geopolitischer Herausforderungen“.

Das Thema hätte kaum aktueller sein können, anlässlich der im November 2024 durchgeführten US-Präsidentschaftswahlen. Donald Trump wurde erneut zum Präsidenten der USA gewählt. Schon nach den ersten Wochen seiner neuen Amtszeit bestätigt sich, dass Unternehmen mehr denn je gefordert sind, ihre Kommunikation mehr denn je strategisch zu evaluieren und zu exekutieren. Kurz gesagt stellt sich grundsätzlich die Frage: “Stellung beziehen oder nicht?”

Deutschland ist nicht die USA, jedoch nehmen auch hierzulande einige Unternehmer:innen ihre besondere Stellung in der Gesellschaft wahr und positionieren sich deutlich zu gesellschaftlich relevanten Themen.  Das Für und Wider gesellschaftspolitischer Stellungnahmen sowie Tipps zu gelungener Unternehmenskommunikation in politisch unsicheren Zeiten diskutierten wir mit:

  • Rainer Westermann (Internationaler Experte für Reputations- und Krisenmanagement, Board Member bei Reputation Advisors International),
  • Jannis Brühl (Journalist und Teamleiter Digital bei der Süddeutschen Zeitung),
  • Alexander Woelke (Serial Tech-Entrepreneur und Berater für Positionierung und Vertriebsstrategien),
  • Heike Schubert (COO Europe bei Allison Worldwide).

Ein Blick in die Zukunft 

Gemeinsam beleuchteten die Gastsprecher:innen, wie Ereignisse wie Trumps Wahlsieg die Kommunikation auf gesellschaftlicher und unternehmerischer Ebene beeinflussen könnten. Die zentrale Frage lautete: Wie verändert sich Kommunikation, wenn politische Umbrüche stattfinden?

Rainer Westermann warnte vor „dramatischen Veränderungen“, die Trumps Sieg mit sich bringen könnte. Seiner Einschätzung nach werde im Weißen Haus ein „neuer Ton“ herrschen, der sowohl die politische als auch die wirtschaftliche Kommunikation stark prägen könnte. Westermann hob außerdem hervor, dass die zunehmende Unglaubwürdigkeit vieler Medienquellen Trump in die Karten gespielt habe. Die Herausforderung, zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden, liege zunehmend bei jedem Einzelnen – ein Problem, das in Zeiten von Fake News immer drängender werde.

Auch Jannis Brühl zeigte sich besorgt. Er kritisierte die Medien dafür, dass sie Trump teilweise unterschätzt hätten. Laut Brühl befinde sich die Kommunikationswelt durch Trumps kontroverse Äußerungen und strategische Manipulationen in einem fundamentalen Wandel.

„World Building“ und der Einfluss auf die Kommunikation

Brühl verwies auf das Konzept des „World Building“ – die bewusste Schaffung alternativer Realitäten durch Sprache und Narrative. Dieses Werkzeug werde von Trump und anderen Politikern gezielt genutzt, um bestehende Regeln zu umgehen und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen. Ein erschütterndes Beispiel: Selbst renommierte Medien wie die New York Times haben durch Trumps Handeln an Glaubwürdigkeit verloren. Laut Brühl konsumieren viele Menschen Informationen nicht, um sich sachlich zu informieren, sondern um ihre eigenen Überzeugungen bestätigt zu sehen. Die Verantwortung, Quellen zu prüfen und kritisch zu hinterfragen, sei eine Fähigkeit, die in der Gesellschaft stärker gefördert werden müsse.

Die Rolle der sozialen Medien

Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Macht und das Tempo von Social Media. Alexander Woelke betonte, dass soziale Netzwerke die Art und Weise, wie Informationen produziert und konsumiert werden, wesentlich verändert haben. Jede:r könne Inhalte veröffentlichen, ohne Rücksicht auf deren Wahrheitsgehalt.

Alexander Woelke wies darauf hin, dass viele Menschen heutzutage Informationen hauptsächlich über Social Media konsumieren – oft ungefiltert und emotional aufgeladen. Diese Dynamik erhöhe die Gefahr der Falschinformation und erschwere es, sachliche Debatten zu führen. Auch für Unternehmen stelle dies eine Herausforderung dar: Sie müssen sich verstärkt über ihre Social-Media-Präsenz positionieren und auf schnelles Feedback der Öffentlichkeit reagieren.

Unternehmen in turbulenten Zeiten

Die Diskussion machte deutlich, wie wichtig es für Unternehmen ist, in unsicheren Zeiten klare Werte zu definieren und zu vertreten. Werte müssen nicht nur formuliert, sondern auch gelebt werden – und zwar von der gesamten Organisation. Die regelmäßige Kommunikation dieser Werte an Mitarbeiter:innen, gepaart mit einer konsequenten Haltung in Krisensituationen, ist entscheidend. Wie das Diskussionspanel betonte, gibt es keinen „richtigen“ Weg für Unternehmen, mit herausfordernden Zeiten umzugehen. Jede Organisation muss ihren eigenen Ansatz finden.

Künstliche Intelligenz als Teil der Realität

Abschließend wurde die Rolle der künstlichen Intelligenz (KI) in der Kommunikation thematisiert. KI sei aus unserem Alltag und der Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Doch so hilfreich sie auch sei, dürfe man den technologischen Fortschritt nicht unkritisch betrachten. Fragen wie „Wer kontrolliert KI?“ oder „Wie können wir sie verantwortungsvoll einsetzen?“ müssten Teil der Debatte sein, um sowohl Chancen als auch Risiken gleichermaßen zu bewerten.

Fazit

Unsere dritte Ausgabe von „Comms&Cocktails“ bot spannende Einblicke und rege Diskussionen über die Zukunft der Kommunikation in einer sich immer mehr wandelnden Welt. In einer Zeit, in der geopolitische Herausforderungen und technologische Entwicklungen immer stärker ineinandergreifen, ist es wichtiger denn je, das Gespräch zu suchen – auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene.

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Interkulturelles Storytelling in der Kommunikation: Der Schlüssel zum globalen Erfolg  https://www.allisonworldwide.com/de/interkulturelles-storytelling-in-der-kommunikation-der-schluessel-zum-globalen-erfolg/ Thu, 20 Feb 2025 11:43:34 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7521

Geschichten haben die einzigartige Fähigkeit, Grenzen zu überwinden, indem sie universelle Botschaften vermitteln und Menschen unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund ansprechen. Gerade in einer globalisierten Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen miteinander interagieren, wird die Bedeutung von Storytelling jedoch oft zu einem Balanceakt zwischen globaler Kommunikationsstrategie und kultureller Sensibilität. 

Warum interkulturelles Storytelling wichtig ist 

Geschichten sind seit jeher ein zentrales Element der menschlichen Kommunikation. Sie vermitteln nicht nur Informationen, sondern auch Emotionen und Werte. Interkulturelles Storytelling geht dabei über das reine Übersetzen von Inhalten hinaus. Es bedeutet, die kulturellen Werte, Traditionen und Kommunikationsstile verschiedener Zielgruppen zu verstehen und zu berücksichtigen. Denn jeder Kulturkreis hat seine eigenen Sensibilitäten und Tabus – eine Kommunikationsbotschaft, die in einem Markt gut ankommt, kann in einer anderen als unangemessen oder beleidigend wahrgenommen werden. Eine unbedachte Darstellung von kulturellen Unterschieden kann zu schwerwiegenden Folgen für das Markenimage und die Markenreputation führen.  

Die Bedeutung von Symbolen, Metaphern und Gesten kann ebenfalls stark variieren, was Missverständnisse verursachen kann. Auch der Einsatz von Klischees, das Aufgreifen von sozialen Bewegungen oder das Spiel mit Stereotypen bedarf einer hohen Feinfühligkeit für die jeweilige Gefühlslage im entsprechenden Land. Schafft es eine Marke hingegen, die kulturellen Besonderheiten und Werte einer Zielgruppe zu berücksichtigen, fühlt sich diese Gruppe eher angesprochen und wertgeschätzt. 

Best Practices für interkulturelles Storytelling 

Trotz all dieser Nuancen muss die Kommunikation in anderen Märkten kein Buch mit sieben Siegeln sein. Kommunikations-Profis müssen sich bewusst sein, wie ihre Botschaften in verschiedenen kulturellen Kontexten interpretiert werden können, um negative Reaktionen und Schäden für ihre Marken zu vermeiden. Diese fünf Empfehlungen können dabei helfen:

Recherche im Vorfeld von Kampagnen 

Bevor eine Kampagne gestartet wird, ist es wichtig, die Zielkultur gründlich zu recherchieren. Das bedeutet, nicht nur die Sprache, sondern auch die Werte, Traditionen und sozialen Normen zu verstehen. Dies hilft dabei, die kulturellen Eigenheiten und Vorlieben der Zielgruppe zu erfassen und sicherzustellen, dass die Kommunikation respektvoll und angemessen ist. 

Einbeziehung lokaler Expert:innen und Zielgruppen 

Die Zusammenarbeit mit lokalen Expert:innen kann dabei helfen, kulturelle Nuancen zu erfassen, die Außenstehenden entgehen könnten. Aus diesem Grund sollten Kampagnenteams auch stets so divers wie möglich aufgestellt werden. Lokale Expert:innen haben ein tiefes Verständnis für die kulturellen Besonderheiten und können wertvolle Einblicke geben, die die Authentizität und Relevanz der Kampagne erhöhen. Ferner sollte nach Beginn der Kampagne regelmäßig Feedback von den lokalen Zielgruppen eingeholt und analysiert werden, um die Wirkung und Relevanz des Storytellings zu überprüfen. 

Visuelle Elemente und Symbole 

Bilder und Symbole können starke kulturelle Bedeutungen haben. Es ist wichtig, diese sorgfältig auszuwählen und sicherzustellen, dass sie positiv und respektvoll interpretiert werden. Denken Sie an den Glückskeks, der gerne als Symbol für China verwendet wird. Jedoch stammen Glückskekse gar nicht aus China. Vielmehr sollen ihre Wurzeln auf Japan zurückzuführen sein und erst durch einen japanischen Einwanderer Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA Bekanntheit erlangt haben. Kurioserweise sind Glückskekse in China unpopulär und werden als zu amerikanisch abgelehnt. 

Anpassung der Erzählweise 

Verschiedene Kulturen haben unterschiedliche Präferenzen, wie Geschichten erzählt werden sollten. In einigen Kulturen, wie den USA oder Deutschland, sind direkte und klare Botschaften bevorzugt, während in anderen, wie zum Beispiel Japan, subtilere und implizite Erzählweisen besser ankommen. Die Erzählweise sollte an die kulturellen Erwartungen der Zielgruppe angepasst werden, um sicherzustellen, dass die Botschaft effektiv kommuniziert wird. 

Die Bedeutung von interkulturellen Trainings 

Darüber hinaus sind regelmäßige interkulturelle Trainings und eine kulturelle Sensibilisierung für aktuelle Strömungen und Stimmungen in einem Markt für Kommunikations-Profis unerlässlich. Durch interkulturelles Training können Fachleute beispielsweise ein besseres Verständnis für kulturelle Unterschiede entwickeln und lernen, wie sie Geschichten so gestalten können, dass sie verschiedene Zielgruppen ansprechen, ohne kulturelle Barrieren zu errichten. Die intensive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strömungen und Befindlichkeiten in Zielmärkten – es kann auch der eigene sein – sollte zum täglichen To-Do aller Kommunikationsspezialist:innen gehören. Durch diese Reflexion decken sie im Idealfall auch ihre eigenen blinden Flecken und Vorurteile auf, die ihre Kommunikationsarbeit negativ beeinflussen könnten.  

Fazit 

Interkulturelles Storytelling ist mehr als nur ein Trend – es ist eine Notwendigkeit in der modernen PR- und Kommunikationslandschaft. Durch die Berücksichtigung kultureller Unterschiede können Kommunikations-Profis tiefere Verbindungen zu ihren Zielgruppen aufbauen und Brücken zwischen verschiedenen Kulturen schlagen. Indem wir Geschichten erzählen, die die Werte und Traditionen unserer Mitmenschen respektieren, können wir Vertrauen aufbauen und echte Beziehungen schaffen. Denn am Ende des Tages sind es die Geschichten, die uns verbinden – unabhängig davon, woher wir kommen. 

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Vom Informationszeitalter zur Beziehungsökonomie: Die künftige Rolle von PR https://www.allisonworldwide.com/de/vom-informationszeitalter-zur-beziehungsoekonomie-die-kuenftige-rolle-von-pr/ Wed, 22 Jan 2025 13:32:37 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7495

In einer Zeit, die durch rasante technologische Fortschritte und eine zunehmend vernetzte globale Gesellschaft geprägt ist, wandelt sich die Rolle der Public Relations (PR) immens. Von einer Ära, in der PR hauptsächlich der Verbreitung von Informationen und Unternehmensneuigkeiten diente, hat sich Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit hin zu einer Beziehungsökonomie entwickelt, die heute darauf abzielt, nachhaltige und tiefgehende Verbindungen zwischen Marken und Verbraucher:innen zu schaffen. Wie verändern Kundenbeziehungen und innovative Technologien die Kommunikationslandschaft? Welche Rolle spielt PR noch in der Zukunft?

PR damals und heute

In der Vergangenheit war PR oft einseitig ausgerichtet und erfolgte über traditionelle Medien wie Zeitungen, Fernsehen und Radio. Die Hauptziele von Kommunikationsstrategien waren, Aufmerksamkeit zu erregen, Bekanntheit zu steigern und bestimmte Botschaften zu vermitteln. Dabei gab es wenig direkte Interaktion zwischen Unternehmen und Verbraucher:innen.

Inzwischen steht PR zunehmend im Zeichen der Beziehungsökonomie. Dies bedeutet, dass der Fokus nicht nur auf der Verbreitung von Unternehmensinformationen liegt, sondern auch auf dem Aufbau und der Pflege nachhaltiger Kundenbeziehungen. PR-Maßnahmen wurden dementsprechend weiterentwickelt, um den direkten Dialog und die Interaktion zu fördern, insbesondere durch den Einsatz von Social Media und digitalen Plattformen.

Inzwischen umfasst PR datengetriebene Strategien, personalisierte Kommunikation und integrierte Omnichannel-Ansätze, wobei Ethik, Transparenz, Diversität und soziale Verantwortung immer wichtiger werden. Diese Veränderungen haben die Dynamik zwischen Marken und Verbraucher:innen neu definiert, indem sie direktes Feedback ermöglichen und die Machtverhältnisse zugunsten der Konsument:innen verändert haben. Unternehmen streben nun danach, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu etablieren, indem sie beispielsweise authentische Geschichten erzählen.

Im Laufe der Zeit hat sich PR kurz gesagt von einer monologischen zu einer dialogischen Kommunikation entwickelt. Heute zielt sie darauf ab, langfristige und bedeutungsvolle Beziehungen zwischen Marken und Verbraucher:innen aufzubauen, anstatt nur kurzfristige Aufmerksamkeit zu erlangen.

Veränderungen in der Kommunikationslandschaft

Die zunehmende Demokratisierung von Information macht möglich, dass Ideen, Meinungen, kulturelle Vielfalt, Wissen und Bildung heute fast überall, jederzeit und für sehr viele Menschen zugänglich sind. Der Einfluss des Internets und der sozialen Medien ist für die Kommunikationslandschaft, Unternehmen und Verbraucher:innen dabei Fluch und Segen zugleich. Zum einen sind Machtverhältnisse zwischen Medien, Marken und Konsument:innen unter anderem durch Social-Media-Plattformen, neue Kommunikationskanäle und Influencer:innen verändert. Die Bedeutung von Echtzeit-Kommunikation und direktem Feedback hat zugenommen – und damit auch der Stellenwert von Kundenzufriedenheit, Engagement und Community Building. Neben einem auf moderne Technologien und rasante Marktveränderungen angepassten Content Marketing und Storytelling, müssen Unternehmen heute schneller als je zuvor auf etwaige Fauxpas reagieren und gegebenenfalls Schadenbegrenzung betreiben. Erfolgreiche Kampagnen zeigen, dass authentische Kommunikation und transparentes Handeln entscheidend sind, während Misserfolge Lehren über die Bedeutung von Kontextualität und Reaktionsfähigkeit bieten. Krisenkommunikation und Reputationsmanagement sind in Zeiten von KI-Influencer:innen, Bots und Deep Fakes wichtig wie nie zuvor – und werden auch in Zukunft eine tragende Rolle spielen.

Die PR von morgen

Die Zukunft der PR wird stark von Entwicklungen in der Generativen Künstlichen Intelligenz und der zunehmenden globalen Komplexität geprägt sein. PR wird in naher Zukunft auch weiterhin über eine Vielzahl von Kanälen und Plattformen hinweg stattfinden, wobei KI-gestützte Tools unter anderem dabei helfen können, die Konsistenz der Botschaften zu gewährleisten und das Engagement der Zielgruppen zu maximieren. Neue KI-Technologien könnten PR-Expert:innen ermöglichen, Inhalte noch stärker zu personalisieren und automatisierte Kommunikationsprozesse zu implementieren. Auf diese Weise können Botschaften und Kampagnen noch gezielter auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden.

Mit fortschreitenden KI-Innovationen wird es für PR-Teams möglich, verstärkt in Echtzeit Daten zu analysieren und künftig noch schneller auf Trends, Stimmungen und Krisen zu reagieren. In einer immer komplexer werdenden, globalen Marktlandschaft kann KI menschliche PR-Teams außerdem darin unterstützen, potenzielle Krisen frühzeitig zu erkennen und effektive Strategien für das Krisen- und Reputationsmanagement zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig, da Nachrichten und Informationen schon jetzt schneller verbreitet werden als je zuvor. Mit der weltweit zunehmenden Nutzung von KI in PR-Aktivitäten werden Fragen der Ethik und Transparenz immer komplexer werden. Gleichzeitig erfordert die globale Komplexität in der Kommunikationslandschaft schon heute eine PR, die kulturelle Unterschiede und regionale Besonderheiten berücksichtigt. KI kann künftig dabei unterstützen – menschliche PR-Expert:innen aber vermutlich nicht dabei ersetzen – gewählte Inhalte, Storytelling und Botschaften an ethische Standards und lokale Gegebenheiten anzupassen, um eine authentische Kommunikation und personalisierte Kundenerlebnisse zu gewährleisten.

Bedeutung von Innovation und Anpassungsfähigkeit in der PR

Die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich von einer Ära der reinen Informationsverbreitung hin zu einer praxisorientierten Disziplin entwickelt, die heute das Beziehungsmanagement zu Stakeholdern in den Mittelpunkt stellt. Auch in Zukunft kann PR weiterhin eine zentrale Rolle spielen, indem sie sich auf Innovation und Anpassungsfähigkeit konzentriert, die sich wandelnden Bedürfnisse und Erwartungen der Verbraucher erfüllt und langfristige, wertvolle Beziehungen zwischen Marken und ihren Kunden fördert. Zukünftig wird die PR von der fortschreitenden Automatisierung und Personalisierung durch KI-Technologien sowie der Bedeutung von interaktiven Inhalten geprägt sein. Gleichzeitig werden PR-Expert:innen künftig noch stärker mit Herausforderungen, wie Informationsüberflutung, Deep Fakes, Krisenmanagement und Datenschutzfragen konfrontiert sein. Um erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen und PR-Teams daher kontinuierlich innovativ sein und sich schnell an neue Entwicklungen anpassen. Flexibilität und Agilität werden auch künftig entscheidende Faktoren sein, um sich langfristig in einer sich ständig verändernden Kommunikationslandschaft zu behaupten.

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Kulturelle Fallstricke im Geschäftsleben: Auf dem Weg zu erfolgreicher internationaler Kommunikation  https://www.allisonworldwide.com/de/kulturelle-fallstricke-im-geschaeftsleben-auf-dem-weg-zu-erfolgreicher-internationaler-kommunikation/ Mon, 18 Nov 2024 14:51:00 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7348

In einer zunehmend globalisierten Geschäftswelt werden kulturelle Hintergründe häufig unterschätzt. Unterschiedliche Kommunikationsstile, Wertvorstellungen und Arbeitsweisen können schnell zu Missverständnissen führen und Geschäftsbeziehungen belasten. Erfolgreiche internationale Kommunikation und ein entsprechendes Management sind daher entscheidend, um mögliche Barrieren zu überwinden, eine produktive globale Zusammenarbeit zu fördern und kulturelle Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Chance zu betrachten.

Mögliche Gründe für kulturelle Missverständnisse im Geschäftsleben

Sprachbarrieren erschweren die Verständigung mit Kunden und Kolleg:innen aus aller Welt. Aber auch, wenn sich in internationalen Teams alle einer lingua franca, meist Englisch, bedienen, bieten unterschiedliche Konzepte, Normen und Erwartungen hinter den bloßen Worten reichlich Gelegenheit für Missverständnisse.

Neben Unterschieden im Arbeits- und Zeitverständnis, und daraus resultierenden Abweichungen im Umgang mit beispielsweise Deadlines und Pünktlichkeit, kann auch ein unterschiedliches Verhältnis von Hierarchien in der Unternehmensstruktur schnell zu Verstimmungen in internationalen Teams führen. Verhandlungen und Entscheidungsprozesse werden dabei je nach kulturellem Hintergrund – aber natürlich auch abhängig von der individuellen Persönlichkeit – eher konsensorientiert anstatt autoritär geführt. Dazu kommt, dass in manchen Weltregionen Probleme direkt angesprochen werden, während es in anderen als Affront gilt. Das kann je nach Erwartungshaltung zu hochgezogenen Augenbrauen auf der einen oder anderen Seite führen.

Verschiedene Kommunikationsstile können in internationalen Verhandlungen herausfordernd sein und im Worst Case zu Projektverzögerungen, gescheiterten Vertragsabschlüssen oder finanziellen Verlusten für Unternehmen führen.

Reflexion eigener Werte und Normen

Kultur ist erlernt. Um sich nicht in Eurozentrismus, Stereotypisierung und Frustration über das Verhalten anderer zu verlieren, ist es sinnvoll, sich zunächst die eigenen Werte und Normen vor Augen zu führen. Oft sehen wir unser Verhalten als „normal“ an und knüpfen daran die Erwartungshaltung, dass diese Normalität allgemeingültig und global universal dieselbe ist. Daher ist es wichtig, sich selbst kritisch zu hinterfragen: Wie kommuniziere ich? Wie erwarte ich, dass andere mit mir kommunizieren und sich verhalten? Welche Vorurteile gegenüber Menschen aus anderen Weltregionen habe ich? Welche Aspekte in der Zusammenarbeit mit Kolleg:innen und Kunden sind mir besonders wichtig, um mich gehört und wertgeschätzt zu fühlen? Was sind für mich absolute No-Gos? Erst wenn wir unsere Denk- und Verhaltensweisen kritisch analysieren, können wir Konfliktquellen identifizieren, unausgesprochene Erwartungen an andere besser kommunizieren – anstatt sie einfach vorauszusetzen – und kulturelle Unterschiede als Möglichkeit sehen, über den eigenen Tellerrand hinauszudenken.  

Strategien für eine erfolgreiche internationale Kommunikation

Neben Selbstreflexion ist eine inter- bzw. transkulturelle Sensibilisierung durch Trainings und eigenständiges Lernen der Schlüssel für erfolgreiche Kommunikation in internationalen Teams. Eine Voraussetzung dafür sind auch eine weltoffene Unternehmenskultur sowie Diversität, Inklusion und ein respektvolles Miteinander. Um interkulturelle Kompetenz im Geschäftsleben zu stärken, können auch Sprachkurse, Expertenaustauschprogramme oder die Begleitung schwieriger Verhandlungen durch Coaches und der Einbezug lokaler Experten für einen Perspektivwechsel sinnvoll sein.

Eine solche Investition in Weiterbildungen und Wissensvermittlung fördert kulturelle Sensibilisierung für sich und andere, kontinuierliches Lernen und Ambiguitätstoleranz. Mit dem neu gewonnenen Wissen lassen sich wiederum Kommunikationsstrategien auf neue Märkte zuschneiden, Kommunikationsmittel und -wege bewusster wählen und Geschäfts- oder Entscheidungsprozesse wenn nötig anpassen.

Die Integration kultureller Aspekte in die Unternehmensstrategie mit kontinuierlicher Evaluierung und Anpassung sind ebenfalls ein wichtiger Baustein für erfolgreiches internationales Management sowie für die Kommunikation mit Kunden, Partnern und Kolleg:innen aus aller Welt. Dazu gehört auch das Nutzen globaler Netzwerke und Ressourcen sowie die Förderung des Austauschs auf internationaler Ebene. Dies bietet die Möglichkeit für hochinnovative und unkonventionelle Ideen und Geschäftsfelder und unterstützt, dass sich alle Beteiligten unabhängig von Land, Kultur und Sprache gehört fühlen.

Kein kulturelles Regelwerk

Das Wissen über kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede ist ein guter Anfang für erfolgreiche interkulturelle Kommunikation und internationales Management. Einer der häufigsten Fehler im Umgang mit Kunden und Kolleg:innen aus aller Welt ist jedoch die Annahme, dass je nach Herkunft feste Standards, Dos and Don’ts definiert werden können. Kultur ist menschengemacht und kein abgeschlossenes Gebilde, sondern wandelbar und stark von individuellen Erfahrungen geprägt. Auch wenn die Welt dadurch einfacher wäre: Es gibt kein allgemeingültiges Rezept für den Umgang mit Menschen aus einer bestimmten Kultur.

Differenzen als Chance

Wichtig für erfolgreiche Zusammenarbeit in internationalen Teams ist eine Sensibilisierung für den eigenen Kommunikationsstil sowie das Klären von Rollenvorstellungen und den damit verbundenen Erwartungen. Statt Abgrenzung, Frustration und Vorurteilen gegenüber Kunden und Kolleg:innen aus anderen Weltregionen, sollten Differenzen als Chance gesehen werden. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, von einer Vielfalt an Perspektiven und innovativen Ideen zu profitieren. Darüber hinaus fördert die erfolgreiche Zusammenarbeit in internationalen Teams die Anpassungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf globalen Märkten. Kulturelle Sensibilisierung und erfolgreiche Kommunikation führen so zu effektiverer Zusammenarbeit in internationalen Teams. Unternehmen, die kulturelle Differenzen aktiv nutzen, schaffen eine inklusive Unternehmenskultur, die zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit, besseren Projektergebnissen und nachhaltigem Geschäftserfolg beitragen kann.

Sie haben Interesse daran, mehr über Allisons Beratungsleistungen in diesem Bereich zu erfahren? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme unter kontakt@allisonworldwide.com. Noch mehr Einsichten zu diesem Thema bekommen Sie in unserem Podcast Comms&Coffee in der Folge “Business Globetrotter – Auf Expedition durch interkulturelle Kommunikation ”. Hören Sie gleich mal rein.


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Lost in Cultural Differences https://www.allisonworldwide.com/de/cultural-differences/ Wed, 14 Aug 2024 15:17:28 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7155 ALLISON-STUDIE ZEIGT: INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION HAT EINFLUSS AUF UNTERNEHMENSERFOLG

Viele deutsche Unternehmen sind stark exportorientiert und in globale Geschäftsnetzwerke eingebunden. Für 96 Prozent von ihnen ist internationale Zusammenarbeit entscheidend für den Erfolg. Dennoch empfinden drei Viertel der Befragten diese Zusammenarbeit als herausfordernd, besonders mit Partnern in Ländern wie China und Indien. Sprachliche Missverständnisse, unterschiedliche Gesetzeslagen und Zeitzonen führen oft zu Verzögerungen und ineffizienter Zusammenarbeit, was finanzielle Verluste nach sich ziehen kann.

Um diese Hürden zu überwinden, sind Sprachkenntnisse, kulturelles Wissen, Flexibilität und die Reflexion des eigenen Kommunikationsstils entscheidend. Interkulturelle Trainings, die auf verschiedene Altersgruppen zugeschnitten sind, können helfen, die nötigen Kompetenzen zu entwickeln und internationale Geschäftsbeziehungen langfristig zu sichern. Die von Allison durchgeführte Studie beleuchtet die interkulturelle Kommunikation im internationalen Geschäftskontext. Mehr als 400 Vertreter deutscher Unternehmen, die international tätig sind und mit der Firmenkommunikation betraut sind, nahmen daran teil. Die Studie zeigt, wie wichtig interkulturelle Kommunikation für global agierende Unternehmen ist und welche Herausforderungen damit einhergehen.

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Worte in Zahlen fassen: Datenanalyse in der PR  https://www.allisonworldwide.com/de/worte-in-zahlen-fassen-datenanalyse-in-der-pr/ Thu, 13 Jun 2024 12:44:48 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=7050

Von außen betrachtet haben in der PR ganz klar Worte mehr Gewicht als Zahlen. Es geht ja um Pressemitteilungen, Fachartikel, Social-Media-Posts – kurzum, Texte, Texte, Texte! Aber gleichzeitig hat die Excel-Expert:in jeder Agentur eine Schlüsselrolle inne. Und spätestens, wenn die Formel im Halbjahresreporting Faxen macht, die Umfragedaten keinen Sinn ergeben, oder das händische Befüllen einer Tabelle ewig dauert, wünscht sich jede:r bessere Excel-Skills. Denn selbst in der PR sind Zahlen ein Fels in der Brandung, damit Worte nicht nur heiße Luft sind. 

Datenanalyse als Stütze für Argumentation 

Wer schon einmal im Kommunikations-Business gearbeitet hat, weiß: Richtig umgesetzt werden durch Daten aus formlosen Annahmen handfeste Beschreibungen der Lebensrealität von Menschen. Aber selbst, wenn man die Unterstützung eines Umfrageinstituts hat, muss man die Fragen selbst liefern. Hierfür benötigt es Wissen, das nicht einmal so eben auf Chat GPT zu erlangen ist. Der Perspektivenwechsel hin zur befragten Person und dann noch korrekt zu beurteilen, ob eine Frage die Antworten möglicherweise in eine bestimmte Richtung lenkt, bedarf Erfahrung und fundiertes Wissen zum Themengebiet, zur Methodologie von Umfragen und sogar zu quantitativen Forschungsmethoden.

Glücklicherweise verirrt sich jedoch oft genug ein:e Geisteswissenschaftler:in mit viel Erfahrung in eine PR-Agentur und kann mit Vorwissen glänzen. Allgemein lässt sich sagen, dass ein routinierter Umgang mit Daten für die Schreiberlinge in der PR und in Marketingabteilungen viel Mehrwert bietet, denn ganz gleich ob Pressemitteilung oder Reporting – Daten stützen und veranschaulichen Argumente und machen sie glaubhafter. 

Der Umgang mit Datenreichtum erfordert eine klare Linie 

Der Erfolg von beispielsweise Social-Media-Kampagnen ist sehr leicht zu messen. Die Datenerhebung fällt nicht schwer und eine Basis-Datenanalyse lässt sich sogar ohne Tools bewerkstelligen. Jedoch liefern Tools und Dienste Daten, die weit über die plattformeignen hinausgehen – und somit wertvollere Insights bieten. Eine beliebte Metrik ist zum Beispiel die Engagement-Rate, bei deren Verwendung man sich aber zuvor festlegen sollte, wie diese berechnet wird. Denn hier gibt es mehrere Möglichkeiten und diese sollten gleichbleibend verwendet werden – denn Daten zu vermischen macht eine Datenanalyse gänzlich hinfällig.  

Nicht jeder Kommunikationskanal bietet ein Meer aus Daten 

Social-Media-Plattformen nutzen Daten zur Selbstoptimierung natürlich in einer ganz anderen Dimension, geben einige davon aber auch den Nutzern preis und haben daher viel Potential für die Datenanalyse. Aber nicht jeder Kommunikationskanal kann dies bieten. Printmedien können in der Regel nur Zahlen zur Auflage liefern und in den besten Fällen Insights zur Lesergruppe wie Altersstruktur und Ähnliches. Jedoch lässt sich mit diesen Messgrößen nicht direkt der Erfolg einer PR-Aktivität belegen, wenn das Zeil beispielsweise Brand Awareness ist.

Nicht jede:r Leser:in hat auch zwangsläufig den gedruckten Artikel gelesen – die Grauzone zwischen Annahme und Realität ist groß. Ähnliches gilt auch für Online-Medien, Out-of-home-Werbung, oder auch Fernseh- und Radiowerbung. Hier kann man sich tatsächlicher Messbarkeit nur annähern und kombiniert daher Reichweitedaten bestenfalls mit anderen Größen wie zum Beispiel einer Share-of-Voice Analyse. So lässt sich Kunden und Budgetverantwortlichen darstellen, dass einerseits eine gewisse Reichweite erzielt wurde und andererseits diese Reichweite über einen gewissen Zeitraum hinweg dazu geführt hat, einen größeren Teil des Gesamtdiskurses im Themenumfeld mit der eigenen Brand einzunehmen – oder auch schlichtweg besser abzuschneiden als die Konkurrenz. 

Mit der richtigen Strategie erfolgreich durch Datenmeer und -Wüste steuern 

Die Datenanalyse ist ein mächtiges Werkzeug, aber nicht ohne Tücken. Wer sich dessen bewusst ist kann die Überzeugungskraft der einzelnen Aktivitäten in allen Kommunikationskanälen steigern. Aber nicht nur für das alltägliche Handwerk der Kommunikationsbranche, also die Erstellung von Inhalten selbst, wird effektiver, wenn sie datengestützt ist. Sondern auch das Darstellen des Erfolgs der eigenen Aktivitäten wird häufig erst durch eine ausgeklügelte Datenanalyse möglich. Somit ist die Datenanalyse heute schlichtweg nicht mehr aus der PR wegzudenken – so fremd einem so viel Statistik und Datenerhebung auch erst einmal erscheinen mag. 


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Künstliche Intelligenz in der Kommunikationsbranche: Auf ins Abenteuerland! https://www.allisonworldwide.com/de/kuenstliche-intelligenz-in-der-kommunikationsbranche-auf-ins-abenteuerland/ Thu, 23 May 2024 13:01:43 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=6949 Event KI Comms&Cocktails
Diskussionsteilnehmer:inenn zu KI in der Kommunikation bei Comms&Cocktails

Wie revolutioniert Künstliche Intelligenz (KI) die Kommunikationsbranche? Diese Frage haben wir bei dem ersten Event unserer neuen Comms&Cocktails-Veranstaltungsreihe bei Allison gefragt. Unsere Expert:innenrunde war sich einig: Die KI-Welle rollt und erinnert stark an die aufregenden Zeiten der 90er- und frühen 2000er-Jahre, als das Internet unser aller Leben auf den Kopf stellte.

KI-Boom? Wir müssen bereit sein

Eines war allen Teilnehmer:innen der Panel-Diskussion klar: Wir sind mitten im KI-Zeitalter, und es gibt kein Zurück mehr. In Deutschland setzen wir in der Kommunikationsbranche schon seit Jahren erfolgreich KI-basierte Tools wie DeepL oder Google Translate ein. Dies hat uns für die Themen Datenschutz und Qualitätskontrolle sensibilisiert – ein Vorteil, der uns gegenüber unseren angelsächsischen Kollegen sensibler macht für die Herausforderungen im Bereich Datenschutz und Umgang.

Faktor Mensch: unverzichtbar

Auch klar ist: Trotz des KI-Booms bleibt der menschliche Faktor unverzichtbar. Fatal wäre aber zu glauben, dass KI nicht auch als empathisch empfunden werden kann. Ein Experiment des Peer-Support-Netzwerks Koko aus dem Jahr 2023 zeigte, dass KI-generierte Antworten oft als empathischer empfunden wurden als die von Menschen.

Die zentrale Frage ist, ob Kommunikationsprofis überhaupt noch eine Zukunft haben in der neuen KI-Welt? Auch hier waren sich alle Gesprächsteilnehmer:innen einig. Absolut ja! Fähigkeiten wie Textbearbeitung, strategische Beratung und Projektmanagement bleiben essenziell. Auch die kreative Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI wird immer wichtiger. Dabei stellt sich die Frage, wie wir künftig vermitteln, was guter Content ist, wenn die Produktion zunehmend automatisiert wird.

Die Empfehlung: Learning by Doing. Tools ausprobieren, Ergebnisse teilen und Erfahrungen diskutieren – am besten in einem festgelegten Zeitraum und Setting, damit alle die gleichen Lern-Chancen und Zielsetzungen haben.

Rechtlichen Rahmen beachten

Mit dem richtigen Trainingsniveau sollte die Integration generativer KI in Arbeitsprozesse kein Problem mehr sein. Richtig eingesetzt kann KI den Kundenservice verbessern und die Content-Produktion effizienter machen. Natürlich müssen rechtliche Aspekte berücksichtigt werden, insbesondere im Bereich Urheberrecht und Datenschutz. Agenturen müssen die Daten ihrer Kund:innen schützen und sicherstellen, dass keine Rechte Dritter verletzt werden. Geschlossene Systeme für generative KI-Tools, die Daten intern halten und nicht zum Training der KI verwenden, sind hier eine sinnvolle Lösung.

Es ist auch wichtig, die Vertragsbedingungen der genutzten Tools genau zu prüfen. Einige Anbieter wie Adobe und Shutterstock bieten zwar rechtliche Absicherungen an, aber die Haftungssummen sind oft begrenzt – beispielsweise bei Adobe auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag, was im Ernstfall nicht ausreicht.

Für Kommunikationsagenturen gilt: KI kann nicht warten

Für Kommunikationsprofis und Agenturen heißt es jetzt: Mit offenen Augen und vollem Elan in die Welt der generativen KI eintauchen. KI sollte als Unterstützung gesehen werden, die unsere Arbeit effizienter macht, die uns aber durchaus zwingen wird, den Fokus auf andere, auch neu zu definierende Tätigkeiten zu legen.

Die Chancen sind groß, die Herausforderungen auch. Durch die richtige Technologieauswahl, das Einhalten rechtlicher Vorgaben und kontinuierliches Training kann KI die Kommunikationsarbeit jedoch nachhaltig verändern – durchaus zum Guten.

Das Fazit des Panels: Wer sich als Kommunikationsprofi noch nicht in das Abenteuer generative KI gestürzt hat, sollte dies schleunigst nachholen. Die Entdeckung neuer Konzepte, Tools und Arbeitsweisen durch diese bahnbrechende Technologie kann genauso aufregend sein wie in den frühen Tagen des Internets. Also, los geht’s!


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Auf dem Weg zum Erfolg: Wie Mental Health, interne Kommunikation und DE&I Unternehmen voranbringen https://www.allisonworldwide.com/de/win-with-allison/ Wed, 17 Apr 2024 12:17:23 +0000 https://www.allisonworldwide.com/?p=6798 https://pixabay.com/de/photos/menschen-gruppe-freunde-fauststo%C3%9F-2569234/

In einer Zeit, in der das soziale Miteinander am Arbeitsplatz von enormer Bedeutung ist, nehmen Maßnahmen zur internen Kommunikation, mentaler Gesundheit und DE&I (Diversity, Equity & Inclusion) eine entscheidende Rolle für zufriedene und produktive Teams ein. Diese Themen sollten in jeder Organisation auf der Prioritätenliste ganz oben stehen.

Wir stellen unsere Services rund um interne Kommunikation, DE&I und Mental Health vor. Egal ob Start-up, KMU oder Großunternehmen, egal ob langjährig im deutschen Markt tätig oder erst seit Kurzem: Wir unterstützen Kunden dabei, ihre Mitarbeiter:innen bestmöglich zu fördern und so zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Kein Nice-to-have mehr: Förderung des sozialen Miteinanders

Längst können diese drei Fokusbereiche nicht mehr siloartig und unabhängig voneinander betrachtet und angegangen werden. Vielmehr sollten sie in jedem Unternehmen in engster Verbindung zueinanderstehen:

So kann die Arbeitskultur eines Unternehmens große Auswirkungen auf die mentale Gesundheit seiner Mitarbeitenden haben. Idealerweise gehören neben einer transparenten Kommunikation auch Selbstwirksamkeit und ein gesundes Maß an Sicherheit und Wertschätzung zur Unternehmenskultur. Dahingegen können Faktoren wie Überlastung, Fehlen von Fairness, widersprüchliche Werte, Mangel an Kontrolle und ein Zusammenbruch der Gemeinschaft große Gefahren für die Zufriedenheit und das Wohlbefinden von Mitarbeiter:innen sein. Ist eine offene und transparente interne Kommunikation etabliert, ermöglicht das einen Austausch nicht nur über mentale Gesundheit, sondern auch über DE&I-Belange der Mitarbeiter:innen.

Fehlende DE&I-Initiativen wiederum können die psychische Gesundheit der Mitarbeiter:innen, die einen diversen Hintergrund haben, beeinträchtigen und ihnen das Gefühl geben, mit ihren Erfahrungen und Herausforderungen alleine zu sein. Auch um Unterschiede im Team zu managen, braucht es eine gute interne Kommunikation. Aber nicht nur dafür.

So ist besonders bei Veränderungen in einem Unternehmen oder einer Organisation Change-Kommunikation von entscheidender Bedeutung, um Prozesse zu begleiten. Diese Veränderungen können verschiedene Formen annehmen, wie beispielsweise Fusionen und Übernahmen, Umstrukturierungen, die Einführung neuer Technologien, Kulturwandel oder andere organisatorische Veränderungen.

DE&I

Mit dem zunehmenden gesellschaftlichen Bewusstsein für Diversitäts- und Diskriminierungsaspekte steigt auch die Anforderung an Unternehmen, ihre Teams, ihre Produkte und ihre Strategien möglichst inklusiv und divers aufzustellen. Unternehmen mit diverser Belegschaft haben hier einen Wettbewerbsvorteil: So fand McKinsey heraus, dass bei Unternehmen mit besonders ausgeprägter ethnischer Vielfalt die Wahrscheinlichkeit um 33 Prozent steigt, überdurchschnittlich profitabel zu sein.

Die Förderung von Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion am Arbeitsplatz bietet entscheidende Vorteile. Unterschiedliche Perspektiven und Lebenserfahrungen regen die Kreativität an und können zu innovativen Lösungsansätzen führen. Unternehmen profitieren zudem von einem erweiterten Talentpool und verringern das Risiko, in Zeiten des Fachkräftemangels qualifizierte Mitarbeiter:innen zu übersehen. Darüber hinaus können diese Bemühungen dazu beitragen, Kund:innen und Investor:innen anzuziehen, die soziale Verantwortung schätzen. Nicht zuletzt können die Anerkennung und Unterstützung bei Mitarbeiter:innen in all ihrer Diversität zu einer höheren Bindung an das Unternehmen führen, was die Fluktuation reduziert und die Kosten für Recruiting und Einarbeitung senkt.

Erfolgsfaktor interne Kommunikation

Interne Kommunikation fördert Effizienz, Produktivität und langfristigen Erfolg, indem sie den Informationsfluss, die Zusammenarbeit und das Engagement der Mitarbeiter:innen steigert. Sie gewährleistet effiziente und korrekte Verbreitung von Informationen, hält Mitarbeiter:innen über Geschäftsziele, Richtlinien und Veränderungen auf dem Laufenden und definiert klare Erwartungen bezüglich Aufgaben, Ziele und Verantwortlichkeiten.

Gute interne Kommunikation zeichnet sich dadurch aus, dass die Arbeit im Team Spaß macht, die Motivation jeder und jedes Einzelnen steigert und er oder sie sich mit dem Unternehmen identifiziert. Sie ist entscheidend für das Krisenmanagement, da sie Unternehmen ermöglicht, angemessen auf Herausforderungen zu reagieren und Mitarbeiter:innen über erforderliche Maßnahmen zu informieren. Mit maßgeschneiderten Kommunikationslösungen begleiten wir Organisationen bei Change-Prozessen und stehen ihnen beratend zur Seite, wenn es um Strategie- oder Content-Entwicklung geht.

Mental Health

Erhöhter Stress über längere Zeit hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit, von Burnout bis hin zu Depressionen und Angststörungen. Dies betrifft viele Arbeitsbereiche, daher ist eine angemessene Vorbereitung auf die Herausforderungen des Arbeitsalltags wichtig. Langfristiger stressbedingter Ausfall kann auch Unternehmen finanziell stark belasten. Selbst mäßige Belastungssituationen beeinträchtigen die Produktivität und Leistung der Mitarbeitenden.

Unterstützung bei der Stressbewältigung und Förderung einer stabilen Work-Life-Balance verbessert nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen, sondern trägt auch zum Erfolg des Unternehmens bei. Es gilt die Energie, Kreativität und die Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen, zu fördern. Insbesondere angesichts der erhöhten Burnout-Rate während der COVID-19-Pandemie ist deutlich geworden, dass psychische Gesundheit ein entscheidender Faktor für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit ist. Daher sollte jedes Unternehmen dedizierte Maßnahmen im Bereich der mentalen Gesundheit ergreifen, damit Mitarbeiter:innen gut gerüstet sind für alle Herausforderungen.

Lösungen von Allison

Ganz auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt, bieten wir ein modulares Portfolio an Lösungen an:

WIN with Allison: Modulares Lösungsportfolio
WIN with Allison: Modulares Lösungsportfolio

Nach einer Analyse des Status Quo entwickeln wir gemeinsam eine Strategie und legen Ziele und die erforderlichen Maßnahmen zur deren Erreichung fest. Jedes Projekt wird kontinuierlich evaluiert, um abschließend den Erfolg messen zu können. Aus den drei Pfeilern „Interne Kommunikation“, „DE&I“ und „Mentale Gesundheit“ lassen sich individuell die Lösungen in die Strategie integrieren, die zur Zielerreichung angemessen sind.

Hand in Hand das Ziel erreichen

Mentale Gesundheit, DE&I Initiativen und interne Kommunikation bedingen sich gegenseitig, um eine inklusive und gesunde Arbeitsumgebung zu schaffen. Unternehmen, die diese Faktoren miteinander verknüpfen, schaffen eine positivere Kultur und fördern das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter:innen auf vielfältige Weise. Engagement in diesen Bereichen kann erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit und den langfristigen Erfolg eines Unternehmens haben.

Sie haben Interesse daran, mehr über unsere Leistungen in diesem Bereich zu erfahren? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme unter kontakt@allisonworldwide.com

Noch mehr Einsichten zu diesem Thema bekommen Sie in unserem Podcast Comms&Coffee in der Folge “It’s all about the people: Zufriedenheit ist das neue Gehalt”. Hören Sie gleich mal rein:

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